Bewirb dich richtig!

Die Bewerbungstipps helfen dir bei einer optimalen Vorbereitung und Durchführung deines Bewerbungsprozesses:

 

  • Hinweise zur Gestaltung von Bewerbungsbriefen und Lebenslauf
  • Tipps zur Vorbereitung auf das Bewerbungsgespräch
  • Arbeitsblätter zur richtigen Bewerbung
  • sowie viele weitere Informationsquellen ...

... sollen dir die Bewerbung auf dein Stellenangebot und somit den Einstieg in die Arbeitswelt erleichtern.

 

Du kannst gezielt einzelne Unterthemen aus dem Menü auswählen oder das gesamte Thema Schritt für Schritt durcharbeiten.

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    Schriftliche Bewerbung

    Ein Bewerbungsschreiben besteht aus folgenden Teilen:

     

    • dem Bewerbungsbrief (Anschreiben, Motivationsschreiben)
    • dem Lebenslauf (CV = Curriculum vitae)
    • Dokumente (Zeugnisse etc.)

     

    Wird die Bewerbung brieflich verschickt, stell aus all diesen Unterlagen eine Bewerbungsmappe zusammen.

     

    Mit deiner Bewerbung musst du beim Unternehmen Interesse für dich wecken. Der/die UnternehmerIn (der/die Personalverantwortliche) muss den Eindruck bekommen, dass du genau der/die Richtige für das Unternehmen bist.


     

    Einige wichtige Tipps zur schriftlichen Bewerbung:

    • Dein Bewerbungsschreiben muss individuell sein, vermeide vorgefertigte Unterlagen, in die du nur noch deine Daten einsetzt. Vorgefertigte Bewerbungsschreiben führen meist zu vorgefertigten Absagen.
    • Wenn Du dich auf eine Stellenausschreibung hin bewirbst, nimm Bezug auf die Ausschreibung. Gib dabei genau an, auf welche Stelle, wann, in welchem Medium (Zeitung, Zeitschrift, Online-Stellenbörse etc.) du dich beziehst. Viele Unternehmen inserieren laufend auch mehrere Stellen in unterschiedlichen Medien.
    • Wenn nicht ausdrücklich eine handgeschriebene Bewerbung verlangt wird, sollte deine Bewerbung auf jeden Fall mit dem Computer geschrieben sein.
    • Aus der Bewerbung muss hervorgehen, warum du gerade diesen Job bei gerade diesem Unternehmen willst und warum du die richtige Person für diesen Job bist.
    • Versuch das Wichtigste möglichst kurz zu sagen, dein/e künftige/r ArbeitgeberIn hat vielleicht nur wenig Zeit sich das Bewerbungsschreiben durchzulesen. Vermeide überflüssige Formulierungen und Informationen.
    • Achte auf eine korrekte Schreibweise (Grammatik, Rechtschreibung).
    • Achte darauf, dass deine Unterlagen, Bewerbungsbriefe und Lebensläufe immer am aktuellsten Stand sind (z. B. aktuelles Datum auf Bewerbungsbriefen und Lebensläufen).
    • Auf keinen Fall solltest du bei deinen Angaben übertreiben oder unehrlich sein.
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    Telefonische Bewerbung

    Wenn du dich mit einem Telefonanruf bewirbst, erfährst du meist gleich Resultate. Die Vorbereitung auf dieses Gespräch muss aber besonders gründlich sein, denn du hast keine Möglichkeit, im Nachhinein etwas in Ordnung zu bringen (wie etwa beim Schreiben eines Briefes mit dem Computer). Notieren dir deshalb vorher schriftlich die wichtigsten Punkte, die du im Telefonat einbringen willst.

     

    Kennst du deine/n AnsprechpartnerIn? Wenn nicht, dann lass dich zum/r Personalverantwortlichen weiter verbinden. Nennen immer deinen vollen Namen (in der Aufregung wird das oft vergessen) und sprich besonders deutlich. Sag das Wesentliche, halte dich aber kurz. Biete deinem Gesprächspartner an, eine Bewerbungsmappe zu schicken und bitte um einen Termin für ein Vorstellungsgespräch.

     

    Der Vorteil einer telefonischen Bewerbung ist, dass du nicht in Konkurrenz zu mehreren MitbewerberInnen stehst, der Nachteil ist, dass man oft nur sehr schwer zu den Personalverantwortlichen durchdringt.

    Dein Ziel ist in jedem Fall ein Vorstellungsgespräch!

     

     

    Wann ist eine telefonische Kontaktaufnahme sinnvoll?

    In den folgenden Fällen kann es sinnvoll sein, zum Telefonhörer zu greifen:

     

    • Man wird in der Stellenanzeige zur telefonischen Kontaktaufnahme aufgefordert.
    • Du versuchst ohne vorhergehende schriftliche Bewerbung zu einem Vorstellungsgespräch zu kommen und damit den Bewerbungsprozess abzukürzen (aus Eigeninitiative oder auf Basis einer Stellenausschreibung)
    • Du willst für dein Bewerbungsschreiben weitere Informationen über das Unternehmen einholen
    • Du erkundigst dich nach Versendung deiner Bewerbungsunterlagen über den Stand der Bewerbung. Dadurch zeigst du auch nochmals Ihr Interesse an der Stelle.
    • Du wirst nach deiner schriftlichen oder Online Bewerbung vom/von der Personalverantwortlichen angerufen, um offene Fragen vor einer Einladung zum Vorstellungsgespräch zu klären.
    • Du informierst dich über die Gründe für eine etwaige Absage.

     


    Einige wichtige Tipps zur telefonischen Bewerbung:

    • Erkundige dich im Vorfeld nach den Namen, Titel und der genauen Funktion deines Ansprechpartners z. B. durch einen Anruf in der Telefonzentrale. Das erhöht deine Chancen auch tatsächlich zum/zur gewünschten GesprächspartnerIn durchzudringen.
    • Die Vorbereitung auf das Telefonat ist gleich wichtig wie für persönliches Vorstellungsgespräch. D. h. du musst dich ausführlich über das Unternehmen informieren; überleg dir Antworten auf knifflige Fragen (siehe Vorstellungsgespräch), überleg dir eine kurze aber aussagekräftige Selbstvorstellung.
    • Dein Vorteil wenn du anrufst: Du kannst den für dich optimalen Zeitpunkt bestimmen. Ruf an, wenn du entspannt bist und dich sicher fühlst.
    • Bereite eine schriftliche Checkliste als Gesprächsleitfaden vor, die alle Punkte enthält, die du im Telefonat klären willst.
    • Achte beim Telefonat auf eine ruhige und störungsfreie Umgebung.
    • Halte deine Bewerbungsunterlagen bereit, falls bereits im Telefonat Fragen zu deinem Lebenslauf gestellt werden.
    • Halte dir immer dein Ziel vor Augen: Du willst einen Termin für ein persönliches Vorstellungsgespräch.
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    Online Bewerbung

    Online-Bewerbungen sind in Form eines E-Mails oder über vorgefertigte Bewerbungsformulare der Unternehmen möglich. In diesem Fall wird der Lebenslauf als Anlage beigefügt und man bietet an, etwaige Dokumente über den Postweg zuzusenden.

     

    Beachte: Online-Bewerbungen werden immer beliebter und erreichen sehr rasch ihr Ziel. Oft werden sie aber genauso rasch per Mausklick abgelehnt.

     

     

    Wichtige Tipps:

    • Du kannst deine E-Mail Bewerbung genau so verfassen wie eine Bewerbung per Post.
    • Verzichte aber darauf Zeugnisse und andere Dokumente eingescannt beizuschließen. Das Herunterladen der Dokumente dauert oft zu lange und der Empfänger verliert vielleicht das Interesse an deiner Bewerbung. Biete stattdessen an, etwaige Dokumente per Post nachzureichen oder zum Vorstellungsgespräch mitzubringen.
    • Deinen Lebenslauf musst du aber natürlich mitsenden.
    • Kein Massenversand: Wenn Du Bewerbung an verschiedene Firmen sendest, dann verschick unbedingt jede für sich.
    • Überprüf regelmäßig deinen Posteingang (mindestens täglich): Auf ein E-Mail bekommt man oft sehr rasch eine Antwort.

     

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    Der Bewerbungsbrief

    Im Bewerbungsbrief (= Anschreiben, Begleitschreiben) musst du die Adressaten auf dich aufmerksam machen. Ziel ist es, kurz und prägnant zu erläutern,

     

    • weshalb du dich für diese Stelle bei diesem Unternehmen bewirbst.
    • weshalb du die richtige Person für diese Stelle bist.
    • Das heißt, du musst gut über das Unternehmen Bescheid wissen (z. B. durch Recherche im Internet) und deine Stärken und Qualifikationen in wenigen Sätzen darstellen können.

     

    Der Bewerbungsbrief muss kurz sein (in der Regel eine Seite). Das verlangt deutliche Formulierungen und eine präzise Ausdrucksweise. Ein höflicher Umgangston versteht sich von selbst, Struktur und Form sollten die eines Geschäftsbriefes sein.


     

    Die wichtigsten Inhalte des Bewerbungsbriefes

    Briefkopf:

    1. Absender: Name, Adresse, Telefonnummer, evt. E-Mail

    2. Adressat: Anschrift (des Unternehmens), nach Möglichkeit eine Ansprechperson direkt anführen (evt. anrufen, an wen die Bewerbung zu richten ist)

    3. Ort und Datum

     


     

    Betreff:

    Worum geht es in dem Brief: Hier beziehst du dich auf die Stelle, für die du dich bewirbst. Du kannst dich z. B. auch auf das Inserat beziehen, durch das du auf die Stelle aufmerksam geworden bist.

     


     

    Anrede:

    Versuch deine/n AnsprechpartnerIn vorab zu ermitteln und richte das Schreiben persönlich an sie/ihn.

    Sehr geehrter Herr ...,

    Sehr geehrte Frau …,

     

    Achte dabei auf die korrekte Schreibweise von Titeln.

     


     

    Brieftext:

    Warum bewirbst du dich um diese Stelle? Evt. auf Inserate oder vorangegangene Telefonate Bezug nehmen. Zeig Interesse!

    Warum bist du für die Stelle besonders gut geeignet? Wodurch erfüllst du die Anforderungen? – Hier kannst du auch etwaige Erfahrungen in diesem Bereich einfließen lassen.

     

    Was erwartest du dir? Wie soll es weitergehen? Ersuch um einen Termin für ein persönliches Gespräch.

     


     

    Grußformel:

    Mit freundlichen Grüßen, Name, Unterschrift

     


     

    Beilage(n):

    Hinweis auf die Unterlagen (Lebenslauf, Zeugnisse, Bewerbungsmappe etc.)

     

     

     

    Noch ein paar Tipps

    • Verfass den Bewerbungsbrief mit dem Computer.
    • Wähle eine gebräuchliche Schriftart (z. B. Arial, Times New Roman).
    • Wechsle die Schriftart nicht.
    • Die Schriftgröße sollte gut lesbar aber auch nicht zu groß sein (ca. 10 bis 12 pt).
    • Verwende weißes Papier.
    • Verzichte auf grafische Gestaltungselemente wie Verzierungen oder viele unterschiedliche Farben.
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    Der Lebenslauf

    Auch beim Lebenslauf sind prägnante Formulierungen wichtig und eine übersichtliche Struktur erleichtert das Verstehen. Lücken im Lebenslauf sollten unbedingt vermieden werden. Ehrlichkeit ist Voraussetzung, Erklärungen und Rechtfertigungen hingegen langweilen und hinterlassen einen schlechten Eindruck.

     

    Lebensläufe können in verschiedenen Gestaltungsformen abgefasst werden. Vielleicht findest du auf der Website des Unternehmens bei dem du dich bewerben willst einen Hinweis, welche Form gewünscht ist.

     

    In jedem Fall sollten folgende Angaben enthalten sein:

     

    Die wichtigsten Inhalte Ihres Lebenslaufes

    • Foto (Passfoto, kein Freizeitfoto!)
    • vollständiger Name, etwaige akademische Titel, Adresse, Telefonnummer, E-Mail (bei mehreren Telefonnummern am besten untereinander)
    • Geburtsdatum, Geburtsort
    • Familienstand
    • Staatsbürgerschaft
    • Bildungsweg: Schulbildung, Berufsausbildung, Weiterbildung – tabellarisch in zeitlicher Reihenfolge
    • Berufserfahrung (Wo und was hast du schon gearbeitet?) – tabellarisch in zeitlicher Reihenfolge
    • besondere Kenntnisse und Qualifikationen (Fremdsprachen, EDV) – immer darauf achten, dass diese auch für die betreffende Stelle relevant sind
    • besondere Interessen (Hobbys) – wenn diese für eine positive Bewertung deiner Person hilfreich sind
    • Datum, Ort (immer auf aktuelles Datum achten)
    • Unterschrift

     

    Beim Bildungsweg und bei der Berufserfahrung wird es immer üblicher, die letzte Ausbildung, die letzte berufliche Tätigkeit zuerst zu nennen (in umgekehrter zeitlicher Abfolge, das Aktuellste zuerst).

     

    WICHTIG: Für zukünftige ArbeitgeberInnen ist der Werdegang der BewerberInnen ein entscheidendes Auswahlkriterium. Er sollte möglichst keine Lücken aufweisen. Größere Lücken zwischen zwei Berufstätigkeiten können z. B. mit Umschulungen, Weiterbildung, beruflicher Neuorientierung, familiären Pflichten (Kinderbetreuung) etc. geschlossen werden. Bleib aber immer bei der Wahrheit. Versuch auf keinen Fall etwaige Lücken (z. B. auf Grund von Arbeitslosigkeit) zu verheimlichen.

     

     

    Noch ein paar Tipps:

    • Wenn nicht anders verlangt, wird der Lebenslauf in tabellarischer Form verfasst.
    • Verwende Sie weißes Papier.
    • Verzichte auf grafische Gestaltungselemente (Verzierungen) und viele unterschiedliche Farben.
    • Verwende eine gebräuchliche Schriftart (z. B. Arial, Times New Roman) und eine gut lesbare Schriftgröße (ca. 10 bis 12 pt).
    • Vermeide Unwichtiges und halte dich kurz, geh vor allem ausführlich auf berufliche Erfahrungen, Schnuppertage, Praktika und andere relevante Zusatzqualifikationen ein.
    • Verweise auf Fremdsprachenkenntnisse und Auslandsaufenthalte.
    • Wenn der Lebenslauf mehrere Seiten hat (nach Möglichkeit nicht mehr als drei), sollte auf jeder Seite als Kopf- oder Fußzeile dein vollständiger Name und eine Seitennummer stehen.
    • Wenn in der Stellenausschreibung bestimmte Qualifikationen gefordert sind, solltest du diese in Ihrem Lebenslauf ausdrücklich nachweisen und anführen.
    • Deinen Lebenslauf wirst du wahrscheinlich öfters verwenden. Aktualisiere ihn regelmäßig und achten immer auf ein aktuelles Datum.

    Der Europäische Lebenslauf

    Der im Beispiel dargestellte Lebenslauf wird als chronologischer Lebenslauf bezeichnet und ist in Österreich die gebräuchlichste Form. Im Bestreben, die Form der Lebensläufe europaweit zu vereinheitlichen und damit besser vergleichbar zu machen, gewinnt auch der Europäische Lebenslauf an Bedeutung.

     

    Ausführliche Informationen zum Europäischen Lebenslauf und zur EuroPASS Berufsausbildung findest du unter http://www.europass.at.

     

     

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    Die Bewerbungsmappe

    Wird vom Unternehmen gefordert, dass du Zeugnisse, Bestätigungen oder ähnliches vorlegst, empfiehlt es sich, alle Dokumente in einer Mappe zu ordnen.

     

    Reihenfolge von oben nach unten:

     

    • Deckblatt
    • Bewerbungsbrief
    • Lebenslauf
    • Kopien von Zeugnissen, Arbeitsbestätigungen, Bescheinigungen über absolvierte Seminare und Zusatzqualifikationen (z. B. Fremdsprachenzertifikate)

     

    Tipp:

    Auch die Mappe muss sauber und ansehnlich gestaltet sein! Vermeide alles, was die Ordnung kompliziert macht (z. B. Klarsichthüllen). Verschick deine Dokumente nur in Kopie, niemals im Original!

     

    Bewerbungsprofis beginnen die Mappe mit einem Deckblatt auf dem ein Foto, der vollständige Name, die Adresse, Telefonnummer und E-Mail angegeben sind.

     

     

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    Das Vorstellungsgespräch

    Deine Bewerbung ist abgeschickt und im Idealfall hast du bereits einen Termin für ein Vorstellungsgespräch bekommen. Wenn du vom Unternehmen nichts hörst, kannst du nach ca. zwei Wochen telefonisch nachfragen, wie der Stand der BewerberInnenauswahl ist. Wenn du auf später vertröstet wirst, frag nach, wann du dich wieder melden darfst.

     

    Noch ein wichtiger Punkt: Nervosität vor und bei Bewerbungsgesprächen ist völlig natürlich und verständlich. Schließlich geht es um deine Zukunft. Versuche auf keinen Fall deine Nervosität durch übertriebene Coolness zu überspielen, das wirkt sehr leicht überheblich. Ein/e gute/r InterviewerIn wird für eine entspannte Atmosphäre sorgen und dir damit die Nervosität nehmen.

     

     

    Der erste Eindruck zählt

    Der erste persönliche Auftritt ist entscheidend und muss entsprechend gut vorbereitet werden. Körpersprache, Kleidung und Styling geben Auskunft über deine Persönlichkeit und dein Selbstbewusstsein. Pünktlichkeit ist selbstverständlich. Bereite dich eingehend auf das Gespräch vor. Der/die ArbeitgeberIn möchte durch das Bewerbungsgespräch

     

    • einen persönlichen Eindruck von dir gewinnen.
    • Deine Erwartungen und Zielvorstellungen kennen lernen.
    • Deine mündlichen Aussagen mit den schriftlichen Daten in den Bewerbungsunterlagen vergleichen.
    • offene Punkte klären (z. B. Tätigkeiten im Unternehmen, Arbeitszeiten, Gehaltsvorstellungen, usw.).


    Vorbereitung

    • Informier' dich gründlich über das Unternehmen. Das ermöglicht dir, während des Gespräches intelligente Fragen zum Unternehmen zu stellen und so Interesse zu signalisieren. Möglichkeiten dazu hast du vor allem auf der Unternehmenswebsite, aber vielleicht auch in Zeitungen und über Bekannte, die im Unternehmen arbeiten. 
    • Plan den Weg zum Vorstellungsgespräch: Nimm Rücksicht auf alle Eventualitäten und berücksichtige genügend Pufferzeit, damit du auf jeden Fall pünktlich bist.
    • Überleg dir mögliche Antworten auf besonders knifflige Fragen, z. B. nach deinen Gehaltsvorstellungen, Stärken und Schwächen, warum du gerade in diesem Unternehmen arbeiten möchten, usw. 
    • Nimm deine Ihre Bewerbungsunterlagen inklusive aller wichtigen Dokumente mit.


    Einige Tipps

    • Übe das Gespräch zu Hause vor dem Spiegel oder mit Freunden. Aber lern keine Antworten auswendig. Auswendig gelernte Antworten werden leicht als solche erkannt und hinterlassen einen schlechten Eindruck!
    • Vergiss nicht auf Selbstverständlichkeiten, wie GesprächspartnerInnen zu begrüßen, oder sich nach dem Gespräch zu bedanken und zu verabschieden. Gib zur Begrüßung und Verabschiedung den GesprächspartnerInnen die Hand.
    • Stell auch selbst Fragen zum Unternehmen und zur Tätigkeit. Damit zeigst du dich interessiert und motiviert.
    • Denk daran: Nicht nur die InterviewpartnerInnen wollen herausfinden, ob du geeignet für das Unternehmen bist, auch du willst herausfinden, ob das Unternehmen und der Job für dich das Richtige sind.
    • Achte auf deine Körpersprache und auf ein sauberes und gepflegtes Äußeres.
    • Sei freundlich, damit sorgst du für ein angenehmes Gesprächsklima. 
    •  Sei auch zu allen MitarbeiterInnen, die dir im Unternehmen begegnen freundlich und grüße, insbesondere die Personen, die dich empfangen. Dein Verhalten gegenüber den MitarbeiterInnen wird vielleicht beobachtet und könnte bei einer Gesamtbeurteilung berücksichtigt werden. Die MitarbeiterInnen könnten schon bald deine KollegInnen oder Vorgesetzten sein.
    • Merk dir die Namen der GesprächspartnerInnen und sprich sie mit Nachnamen und Titel an (außer du wirst aufgefordert, die Titel wegzulassen).
    • Verwende Notizblock und Stift und notieren die wichtige Aussagen deiner GesprächspartnerInnen. Damit signalisierst du echtes Interesse und beschäftigst gleichzeitig deine Hände während des Gesprächs. Klopf aber nicht mit dem Stift auf den Tisch.
    • Schau während des Gesprächs nicht auf die Uhr oder im Raum herum, dass wirkt unkonzentriert. Konzentriere dich auf die GesprächspartnerInnen.
    • Lass dich nicht zu persönlichen Aussagen über Politik, Gesellschaft, soziale Fragen etc. verleiten.
    • Stelle deine Stärken in den Vordergrund. Achte dabei immer auf den Bezug zur Stelle, für die du dich bewirbst. Überleg dir schon vorher, warum diese Stärken für den gewünschten Job wichtig sind. Wo hast du diese Stärken in deinen bisherigen Tätigkeiten gezeigt (in der Schule, in der Freizeit, in deinem bisherigen Berufsleben)? Ein paar Beispiele:

      - Teamfähigkeit durch aktive Vereinstätigkeiten
      - Organisationstalent – Schulball (mit)organisiert
      - Einsatzbereitschaft/Engagement durch Teilnahme an Wettbewerben

      Übertreibe nicht!
    • Ein E-Mail nach dem Gespräch, in dem du dich nochmals bedankst, hinterlässt einen guten Eindruck und sorgt für zusätzliche Aufmerksamkeit.
    • Besonders für Eltern gilt: Eltern habe eine wichtige unterstützende Funktion im gesamten Bewerbungsprozess. Der Kontakt zu den Unternehmen sollte aber IMMER von den Jugendlichen selbst ausgehen. Auch wenn es gut gemeint ist, beim Bewerbungsgespräch haben Eltern nichts verloren.
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    Schriftliche Bewerbung

    Ein Bewerbungsschreiben besteht aus folgenden Teilen:

     

    • dem Bewerbungsbrief (Anschreiben, Motivationsschreiben)
    • dem Lebenslauf (CV = Curriculum vitae)
    • Dokumente (Zeugnisse etc.)

     

    Wird die Bewerbung brieflich verschickt, stell aus all diesen Unterlagen eine Bewerbungsmappe zusammen.

     

    Mit deiner Bewerbung musst du beim Unternehmen Interesse für dich wecken. Der/die UnternehmerIn (der/die Personalverantwortliche) muss den Eindruck bekommen, dass du genau der/die Richtige für das Unternehmen bist.


     

    Einige wichtige Tipps zur schriftlichen Bewerbung:

    • Dein Bewerbungsschreiben muss individuell sein, vermeide vorgefertigte Unterlagen, in die du nur noch deine Daten einsetzt. Vorgefertigte Bewerbungsschreiben führen meist zu vorgefertigten Absagen.
    • Wenn Du dich auf eine Stellenausschreibung hin bewirbst, nimm Bezug auf die Ausschreibung. Gib dabei genau an, auf welche Stelle, wann, in welchem Medium (Zeitung, Zeitschrift, Online-Stellenbörse etc.) du dich beziehst. Viele Unternehmen inserieren laufend auch mehrere Stellen in unterschiedlichen Medien.
    • Wenn nicht ausdrücklich eine handgeschriebene Bewerbung verlangt wird, sollte deine Bewerbung auf jeden Fall mit dem Computer geschrieben sein.
    • Aus der Bewerbung muss hervorgehen, warum du gerade diesen Job bei gerade diesem Unternehmen willst und warum du die richtige Person für diesen Job bist.
    • Versuch das Wichtigste möglichst kurz zu sagen, dein/e künftige/r ArbeitgeberIn hat vielleicht nur wenig Zeit sich das Bewerbungsschreiben durchzulesen. Vermeide überflüssige Formulierungen und Informationen.
    • Achte auf eine korrekte Schreibweise (Grammatik, Rechtschreibung).
    • Achte darauf, dass deine Unterlagen, Bewerbungsbriefe und Lebensläufe immer am aktuellsten Stand sind (z. B. aktuelles Datum auf Bewerbungsbriefen und Lebensläufen).
    • Auf keinen Fall solltest du bei deinen Angaben übertreiben oder unehrlich sein.
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    Telefonische Bewerbung

    Wenn du dich mit einem Telefonanruf bewirbst, erfährst du meist gleich Resultate. Die Vorbereitung auf dieses Gespräch muss aber besonders gründlich sein, denn du hast keine Möglichkeit, im Nachhinein etwas in Ordnung zu bringen (wie etwa beim Schreiben eines Briefes mit dem Computer). Notieren dir deshalb vorher schriftlich die wichtigsten Punkte, die du im Telefonat einbringen willst.

     

    Kennst du deine/n AnsprechpartnerIn? Wenn nicht, dann lass dich zum/r Personalverantwortlichen weiter verbinden. Nennen immer deinen vollen Namen (in der Aufregung wird das oft vergessen) und sprich besonders deutlich. Sag das Wesentliche, halte dich aber kurz. Biete deinem Gesprächspartner an, eine Bewerbungsmappe zu schicken und bitte um einen Termin für ein Vorstellungsgespräch.

     

    Der Vorteil einer telefonischen Bewerbung ist, dass du nicht in Konkurrenz zu mehreren MitbewerberInnen stehst, der Nachteil ist, dass man oft nur sehr schwer zu den Personalverantwortlichen durchdringt.

    Dein Ziel ist in jedem Fall ein Vorstellungsgespräch!

     

     

    Wann ist eine telefonische Kontaktaufnahme sinnvoll?

    In den folgenden Fällen kann es sinnvoll sein, zum Telefonhörer zu greifen:

     

    • Man wird in der Stellenanzeige zur telefonischen Kontaktaufnahme aufgefordert.
    • Du versuchst ohne vorhergehende schriftliche Bewerbung zu einem Vorstellungsgespräch zu kommen und damit den Bewerbungsprozess abzukürzen (aus Eigeninitiative oder auf Basis einer Stellenausschreibung)
    • Du willst für dein Bewerbungsschreiben weitere Informationen über das Unternehmen einholen
    • Du erkundigst dich nach Versendung deiner Bewerbungsunterlagen über den Stand der Bewerbung. Dadurch zeigst du auch nochmals Ihr Interesse an der Stelle.
    • Du wirst nach deiner schriftlichen oder Online Bewerbung vom/von der Personalverantwortlichen angerufen, um offene Fragen vor einer Einladung zum Vorstellungsgespräch zu klären.
    • Du informierst dich über die Gründe für eine etwaige Absage.

     


    Einige wichtige Tipps zur telefonischen Bewerbung:

    • Erkundige dich im Vorfeld nach den Namen, Titel und der genauen Funktion deines Ansprechpartners z. B. durch einen Anruf in der Telefonzentrale. Das erhöht deine Chancen auch tatsächlich zum/zur gewünschten GesprächspartnerIn durchzudringen.
    • Die Vorbereitung auf das Telefonat ist gleich wichtig wie für persönliches Vorstellungsgespräch. D. h. du musst dich ausführlich über das Unternehmen informieren; überleg dir Antworten auf knifflige Fragen (siehe Vorstellungsgespräch), überleg dir eine kurze aber aussagekräftige Selbstvorstellung.
    • Dein Vorteil wenn du anrufst: Du kannst den für dich optimalen Zeitpunkt bestimmen. Ruf an, wenn du entspannt bist und dich sicher fühlst.
    • Bereite eine schriftliche Checkliste als Gesprächsleitfaden vor, die alle Punkte enthält, die du im Telefonat klären willst.
    • Achte beim Telefonat auf eine ruhige und störungsfreie Umgebung.
    • Halte deine Bewerbungsunterlagen bereit, falls bereits im Telefonat Fragen zu deinem Lebenslauf gestellt werden.
    • Halte dir immer dein Ziel vor Augen: Du willst einen Termin für ein persönliches Vorstellungsgespräch.
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    Online Bewerbung

    Online-Bewerbungen sind in Form eines E-Mails oder über vorgefertigte Bewerbungsformulare der Unternehmen möglich. In diesem Fall wird der Lebenslauf als Anlage beigefügt und man bietet an, etwaige Dokumente über den Postweg zuzusenden.

     

    Beachte: Online-Bewerbungen werden immer beliebter und erreichen sehr rasch ihr Ziel. Oft werden sie aber genauso rasch per Mausklick abgelehnt.

     

     

    Wichtige Tipps:

    • Du kannst deine E-Mail Bewerbung genau so verfassen wie eine Bewerbung per Post.
    • Verzichte aber darauf Zeugnisse und andere Dokumente eingescannt beizuschließen. Das Herunterladen der Dokumente dauert oft zu lange und der Empfänger verliert vielleicht das Interesse an deiner Bewerbung. Biete stattdessen an, etwaige Dokumente per Post nachzureichen oder zum Vorstellungsgespräch mitzubringen.
    • Deinen Lebenslauf musst du aber natürlich mitsenden.
    • Kein Massenversand: Wenn Du Bewerbung an verschiedene Firmen sendest, dann verschick unbedingt jede für sich.
    • Überprüf regelmäßig deinen Posteingang (mindestens täglich): Auf ein E-Mail bekommt man oft sehr rasch eine Antwort.

     

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    Der Bewerbungsbrief

    Im Bewerbungsbrief (= Anschreiben, Begleitschreiben) musst du die Adressaten auf dich aufmerksam machen. Ziel ist es, kurz und prägnant zu erläutern,

     

    • weshalb du dich für diese Stelle bei diesem Unternehmen bewirbst.
    • weshalb du die richtige Person für diese Stelle bist.
    • Das heißt, du musst gut über das Unternehmen Bescheid wissen (z. B. durch Recherche im Internet) und deine Stärken und Qualifikationen in wenigen Sätzen darstellen können.

     

    Der Bewerbungsbrief muss kurz sein (in der Regel eine Seite). Das verlangt deutliche Formulierungen und eine präzise Ausdrucksweise. Ein höflicher Umgangston versteht sich von selbst, Struktur und Form sollten die eines Geschäftsbriefes sein.


     

    Die wichtigsten Inhalte des Bewerbungsbriefes

    Briefkopf:

    1. Absender: Name, Adresse, Telefonnummer, evt. E-Mail

    2. Adressat: Anschrift (des Unternehmens), nach Möglichkeit eine Ansprechperson direkt anführen (evt. anrufen, an wen die Bewerbung zu richten ist)

    3. Ort und Datum

     


     

    Betreff:

    Worum geht es in dem Brief: Hier beziehst du dich auf die Stelle, für die du dich bewirbst. Du kannst dich z. B. auch auf das Inserat beziehen, durch das du auf die Stelle aufmerksam geworden bist.

     


     

    Anrede:

    Versuch deine/n AnsprechpartnerIn vorab zu ermitteln und richte das Schreiben persönlich an sie/ihn.

    Sehr geehrter Herr ...,

    Sehr geehrte Frau …,

     

    Achte dabei auf die korrekte Schreibweise von Titeln.

     


     

    Brieftext:

    Warum bewirbst du dich um diese Stelle? Evt. auf Inserate oder vorangegangene Telefonate Bezug nehmen. Zeig Interesse!

    Warum bist du für die Stelle besonders gut geeignet? Wodurch erfüllst du die Anforderungen? – Hier kannst du auch etwaige Erfahrungen in diesem Bereich einfließen lassen.

     

    Was erwartest du dir? Wie soll es weitergehen? Ersuch um einen Termin für ein persönliches Gespräch.

     


     

    Grußformel:

    Mit freundlichen Grüßen, Name, Unterschrift

     


     

    Beilage(n):

    Hinweis auf die Unterlagen (Lebenslauf, Zeugnisse, Bewerbungsmappe etc.)

     

     

     

    Noch ein paar Tipps

    • Verfass den Bewerbungsbrief mit dem Computer.
    • Wähle eine gebräuchliche Schriftart (z. B. Arial, Times New Roman).
    • Wechsle die Schriftart nicht.
    • Die Schriftgröße sollte gut lesbar aber auch nicht zu groß sein (ca. 10 bis 12 pt).
    • Verwende weißes Papier.
    • Verzichte auf grafische Gestaltungselemente wie Verzierungen oder viele unterschiedliche Farben.
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    Der Lebenslauf

    Auch beim Lebenslauf sind prägnante Formulierungen wichtig und eine übersichtliche Struktur erleichtert das Verstehen. Lücken im Lebenslauf sollten unbedingt vermieden werden. Ehrlichkeit ist Voraussetzung, Erklärungen und Rechtfertigungen hingegen langweilen und hinterlassen einen schlechten Eindruck.

     

    Lebensläufe können in verschiedenen Gestaltungsformen abgefasst werden. Vielleicht findest du auf der Website des Unternehmens bei dem du dich bewerben willst einen Hinweis, welche Form gewünscht ist.

     

    In jedem Fall sollten folgende Angaben enthalten sein:

     

    Die wichtigsten Inhalte Ihres Lebenslaufes

    • Foto (Passfoto, kein Freizeitfoto!)
    • vollständiger Name, etwaige akademische Titel, Adresse, Telefonnummer, E-Mail (bei mehreren Telefonnummern am besten untereinander)
    • Geburtsdatum, Geburtsort
    • Familienstand
    • Staatsbürgerschaft
    • Bildungsweg: Schulbildung, Berufsausbildung, Weiterbildung – tabellarisch in zeitlicher Reihenfolge
    • Berufserfahrung (Wo und was hast du schon gearbeitet?) – tabellarisch in zeitlicher Reihenfolge
    • besondere Kenntnisse und Qualifikationen (Fremdsprachen, EDV) – immer darauf achten, dass diese auch für die betreffende Stelle relevant sind
    • besondere Interessen (Hobbys) – wenn diese für eine positive Bewertung deiner Person hilfreich sind
    • Datum, Ort (immer auf aktuelles Datum achten)
    • Unterschrift

     

    Beim Bildungsweg und bei der Berufserfahrung wird es immer üblicher, die letzte Ausbildung, die letzte berufliche Tätigkeit zuerst zu nennen (in umgekehrter zeitlicher Abfolge, das Aktuellste zuerst).

     

    WICHTIG: Für zukünftige ArbeitgeberInnen ist der Werdegang der BewerberInnen ein entscheidendes Auswahlkriterium. Er sollte möglichst keine Lücken aufweisen. Größere Lücken zwischen zwei Berufstätigkeiten können z. B. mit Umschulungen, Weiterbildung, beruflicher Neuorientierung, familiären Pflichten (Kinderbetreuung) etc. geschlossen werden. Bleib aber immer bei der Wahrheit. Versuch auf keinen Fall etwaige Lücken (z. B. auf Grund von Arbeitslosigkeit) zu verheimlichen.

     

     

    Noch ein paar Tipps:

    • Wenn nicht anders verlangt, wird der Lebenslauf in tabellarischer Form verfasst.
    • Verwende Sie weißes Papier.
    • Verzichte auf grafische Gestaltungselemente (Verzierungen) und viele unterschiedliche Farben.
    • Verwende eine gebräuchliche Schriftart (z. B. Arial, Times New Roman) und eine gut lesbare Schriftgröße (ca. 10 bis 12 pt).
    • Vermeide Unwichtiges und halte dich kurz, geh vor allem ausführlich auf berufliche Erfahrungen, Schnuppertage, Praktika und andere relevante Zusatzqualifikationen ein.
    • Verweise auf Fremdsprachenkenntnisse und Auslandsaufenthalte.
    • Wenn der Lebenslauf mehrere Seiten hat (nach Möglichkeit nicht mehr als drei), sollte auf jeder Seite als Kopf- oder Fußzeile dein vollständiger Name und eine Seitennummer stehen.
    • Wenn in der Stellenausschreibung bestimmte Qualifikationen gefordert sind, solltest du diese in Ihrem Lebenslauf ausdrücklich nachweisen und anführen.
    • Deinen Lebenslauf wirst du wahrscheinlich öfters verwenden. Aktualisiere ihn regelmäßig und achten immer auf ein aktuelles Datum.

    Der Europäische Lebenslauf

    Der im Beispiel dargestellte Lebenslauf wird als chronologischer Lebenslauf bezeichnet und ist in Österreich die gebräuchlichste Form. Im Bestreben, die Form der Lebensläufe europaweit zu vereinheitlichen und damit besser vergleichbar zu machen, gewinnt auch der Europäische Lebenslauf an Bedeutung.

     

    Ausführliche Informationen zum Europäischen Lebenslauf und zur EuroPASS Berufsausbildung findest du unter http://www.europass.at.

     

     

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    Die Bewerbungsmappe

    Wird vom Unternehmen gefordert, dass du Zeugnisse, Bestätigungen oder ähnliches vorlegst, empfiehlt es sich, alle Dokumente in einer Mappe zu ordnen.

     

    Reihenfolge von oben nach unten:

     

    • Deckblatt
    • Bewerbungsbrief
    • Lebenslauf
    • Kopien von Zeugnissen, Arbeitsbestätigungen, Bescheinigungen über absolvierte Seminare und Zusatzqualifikationen (z. B. Fremdsprachenzertifikate)

     

    Tipp:

    Auch die Mappe muss sauber und ansehnlich gestaltet sein! Vermeide alles, was die Ordnung kompliziert macht (z. B. Klarsichthüllen). Verschick deine Dokumente nur in Kopie, niemals im Original!

     

    Bewerbungsprofis beginnen die Mappe mit einem Deckblatt auf dem ein Foto, der vollständige Name, die Adresse, Telefonnummer und E-Mail angegeben sind.

     

     

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    Das Vorstellungsgespräch

    Deine Bewerbung ist abgeschickt und im Idealfall hast du bereits einen Termin für ein Vorstellungsgespräch bekommen. Wenn du vom Unternehmen nichts hörst, kannst du nach ca. zwei Wochen telefonisch nachfragen, wie der Stand der BewerberInnenauswahl ist. Wenn du auf später vertröstet wirst, frag nach, wann du dich wieder melden darfst.

     

    Noch ein wichtiger Punkt: Nervosität vor und bei Bewerbungsgesprächen ist völlig natürlich und verständlich. Schließlich geht es um deine Zukunft. Versuche auf keinen Fall deine Nervosität durch übertriebene Coolness zu überspielen, das wirkt sehr leicht überheblich. Ein/e gute/r InterviewerIn wird für eine entspannte Atmosphäre sorgen und dir damit die Nervosität nehmen.

     

     

    Der erste Eindruck zählt

    Der erste persönliche Auftritt ist entscheidend und muss entsprechend gut vorbereitet werden. Körpersprache, Kleidung und Styling geben Auskunft über deine Persönlichkeit und dein Selbstbewusstsein. Pünktlichkeit ist selbstverständlich. Bereite dich eingehend auf das Gespräch vor. Der/die ArbeitgeberIn möchte durch das Bewerbungsgespräch

     

    • einen persönlichen Eindruck von dir gewinnen.
    • Deine Erwartungen und Zielvorstellungen kennen lernen.
    • Deine mündlichen Aussagen mit den schriftlichen Daten in den Bewerbungsunterlagen vergleichen.
    • offene Punkte klären (z. B. Tätigkeiten im Unternehmen, Arbeitszeiten, Gehaltsvorstellungen, usw.).


    Vorbereitung

    • Informier' dich gründlich über das Unternehmen. Das ermöglicht dir, während des Gespräches intelligente Fragen zum Unternehmen zu stellen und so Interesse zu signalisieren. Möglichkeiten dazu hast du vor allem auf der Unternehmenswebsite, aber vielleicht auch in Zeitungen und über Bekannte, die im Unternehmen arbeiten. 
    • Plan den Weg zum Vorstellungsgespräch: Nimm Rücksicht auf alle Eventualitäten und berücksichtige genügend Pufferzeit, damit du auf jeden Fall pünktlich bist.
    • Überleg dir mögliche Antworten auf besonders knifflige Fragen, z. B. nach deinen Gehaltsvorstellungen, Stärken und Schwächen, warum du gerade in diesem Unternehmen arbeiten möchten, usw. 
    • Nimm deine Ihre Bewerbungsunterlagen inklusive aller wichtigen Dokumente mit.


    Einige Tipps

    • Übe das Gespräch zu Hause vor dem Spiegel oder mit Freunden. Aber lern keine Antworten auswendig. Auswendig gelernte Antworten werden leicht als solche erkannt und hinterlassen einen schlechten Eindruck!
    • Vergiss nicht auf Selbstverständlichkeiten, wie GesprächspartnerInnen zu begrüßen, oder sich nach dem Gespräch zu bedanken und zu verabschieden. Gib zur Begrüßung und Verabschiedung den GesprächspartnerInnen die Hand.
    • Stell auch selbst Fragen zum Unternehmen und zur Tätigkeit. Damit zeigst du dich interessiert und motiviert.
    • Denk daran: Nicht nur die InterviewpartnerInnen wollen herausfinden, ob du geeignet für das Unternehmen bist, auch du willst herausfinden, ob das Unternehmen und der Job für dich das Richtige sind.
    • Achte auf deine Körpersprache und auf ein sauberes und gepflegtes Äußeres.
    • Sei freundlich, damit sorgst du für ein angenehmes Gesprächsklima. 
    •  Sei auch zu allen MitarbeiterInnen, die dir im Unternehmen begegnen freundlich und grüße, insbesondere die Personen, die dich empfangen. Dein Verhalten gegenüber den MitarbeiterInnen wird vielleicht beobachtet und könnte bei einer Gesamtbeurteilung berücksichtigt werden. Die MitarbeiterInnen könnten schon bald deine KollegInnen oder Vorgesetzten sein.
    • Merk dir die Namen der GesprächspartnerInnen und sprich sie mit Nachnamen und Titel an (außer du wirst aufgefordert, die Titel wegzulassen).
    • Verwende Notizblock und Stift und notieren die wichtige Aussagen deiner GesprächspartnerInnen. Damit signalisierst du echtes Interesse und beschäftigst gleichzeitig deine Hände während des Gesprächs. Klopf aber nicht mit dem Stift auf den Tisch.
    • Schau während des Gesprächs nicht auf die Uhr oder im Raum herum, dass wirkt unkonzentriert. Konzentriere dich auf die GesprächspartnerInnen.
    • Lass dich nicht zu persönlichen Aussagen über Politik, Gesellschaft, soziale Fragen etc. verleiten.
    • Stelle deine Stärken in den Vordergrund. Achte dabei immer auf den Bezug zur Stelle, für die du dich bewirbst. Überleg dir schon vorher, warum diese Stärken für den gewünschten Job wichtig sind. Wo hast du diese Stärken in deinen bisherigen Tätigkeiten gezeigt (in der Schule, in der Freizeit, in deinem bisherigen Berufsleben)? Ein paar Beispiele:

      - Teamfähigkeit durch aktive Vereinstätigkeiten
      - Organisationstalent – Schulball (mit)organisiert
      - Einsatzbereitschaft/Engagement durch Teilnahme an Wettbewerben

      Übertreibe nicht!
    • Ein E-Mail nach dem Gespräch, in dem du dich nochmals bedankst, hinterlässt einen guten Eindruck und sorgt für zusätzliche Aufmerksamkeit.
    • Besonders für Eltern gilt: Eltern habe eine wichtige unterstützende Funktion im gesamten Bewerbungsprozess. Der Kontakt zu den Unternehmen sollte aber IMMER von den Jugendlichen selbst ausgehen. Auch wenn es gut gemeint ist, beim Bewerbungsgespräch haben Eltern nichts verloren.
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